Der Knopf ist ab, meine Katze ist doof und’s Fahrrad quietscht

Wintersport tut der Gesundheit gut. So wie jeder Sport, bei dem man sich nun nicht zwangsläufig in Lebensgefahr begibt. Um pünktlich auf Arbeit zu erscheinen habe ich mich nach dem Entzug meines motorisierten Transportmittels auf mein Zweirad verlassen. Da konnte mich in den letzten Wochen auch eine steife Brise von gefühlten -25°C nicht von abhalten. Als Michelin-Männchen getarnt, und dadurch bestens gegen die Kälte geschützt, machte mir nur noch mein Fahrrad zu schaffen. Seit der Kälte hatte sich ein stetes Quietschen der Hinterrad(scheiben)bremse während der Fahrt eingenistet.
Nun hätte mich das Quietschen ja nicht weiter gestört, wenn es nicht durch ein konstantes Schleifen meiner Bremse zustande gekommen wäre. Hinterrad hochgehoben, Rad schwungvoll angedreht und nach schätzungsweise 3 Umdrehungen war Stillstand. Also ab zum Profi, der das Problem auch beheben konnte. Jetzt, wo das Wetter wieder wärmer ist, quietscht meine Hinterradbremse wieder. Diesmal jedoch beim Bremsvorgang. Und um den erstmal auszulösen, muss ich mächtig doll am Hebel ziehen. Auch nicht so die perfekte Lösung. Ich glaube, ich muss da nochmal zum Profi. Denn als gelernter Informatiker weiß ich: überlass die Facharbeit den Profis, rumfrickeln macht es meist schlimmer 😀

Seit ich eine Katze habe, höre ich unverschämt oft, dass Katzen ja doch sooo unglaublich viel schlauer sind als Hunde. Weil, Katzen hätten ja einen eigenen Willen und Hunde würden ja machen, was das Herrchen will. Da ist meine Katze wohl bei mir an den Falschen geraten, denn ich bin durch Hundekontakt vorgeschädigt. Wenn man möchte, dass ein Hund etwas macht, dann hat man meist ein Leckerlie als Belohnung parat. Man sagt zum Hund „Bei Fuß.“, er kommt an und bekommt, weil er das so toll gemacht hat, das Leckerlie. Später kann man das auch weglassen, der Hund weiß ja nun, dass er beim Ruf von „Bei Fuß.“ fast immer etwas bekommt und kommt an. Das nenn ich schlau. Der Hund weiß, dass er was bekommt, wenn er dem dummen Herrchen folgt.
Hat man jetzt nun was für die Katze, dann braucht man die schonmal gar nicht zu rufen, weil, die ist schon da. Und die ist nicht nur bei Fuß, sondern fast schon bei der Hand, die das Leckerlie hält. Hier bringt also das „Bei Fuß.“ (o.ä.) nichts. Man muss also warten, bis die Katze mal woanders ist, damit man sie rufen kann. Tjaaa und da geht’s los. Nehmen wir mal an, dass die Katze kommt, dann lässt sie in 95% der Fälle direkt erkennen, dass sie garantiert nicht wegen dem Rufen gekommen ist, sondern wegen irgendwas anderem. Sei es der Futternapf, irgendein interessantes Objekt an der Wand oder eine Fussel am Boden. Ihr jetzt das Leckerlie zu geben hat irgendwie nicht den gewünschten Effekt. Dann könnte die Katze meinen: „Toll, ich schnupper am Napf und bekomme Futter/Leckerlie, ich glaub ich schnupper hier mal öfter.“ oder eben Ahnliches für die Fussel. Also muss man die Katze wieder wegscheuchen oder hoffen, dass sie gar nicht erst kommt. Nur, wenn sie gar nicht erst kommt, dann verdient sie ja auch bloß kein Leckerlie als Belohnung, weil, wofür denn? Dass sie dort geblieben ist, wo sie vorher schon rumlag? Da ich als Herrchen genau diese Gedankengänge hege, bekommt meine Katze von mir also sehr selten Leckerlie. Wenn die Katze jetzt nur ein bisschen „schlauer“ wäre, dann würde sie doch merken, dass sie das superleckere Teil bekommt, wenn sie einfach herkommt. Sture Katze, aber ich bin sturer, von mir gibts nix!

Das wars auch schon wieder, diesmal, offensichtlich, mehr Text als sonst.

Ach halt, der Knopf. Ja, meine Michelin-Jacke hat über dem Reißverschluss noch eine Knoppleiste. Wahrscheinlich damit der Gegenwind nicht in die Ritzen vom Reißverschluss zieht. Und die Knoppleiste ist mit solch engen Löchern versehen, dass man die Knöpfe eigentlich immer gleich neu vernähen muss, weil immer irgendwo eine Naht platzt beim Aufknöpfen. Nachdem mir also nun ein Knopp abgesprengt wurde und ich meine Jacke zur entsprechend qualifizierten Sachbearbeiterin weitervermittelt hatte, bekam ich doch glatt zu hören: „Ich näh‘ den Knopf an, aber du guckst zu!“. Ich… also… spannend ist anders 🙁

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